Im Hockenheim angekommen, bezogen wir wie gewohnt unsere Box und richteten alles ein. Vor dem 1. Qualifying hatte ich grosse Erwartungen. Wir hatten einige Neuerungen am Fahrzeug, die sich leider nicht alle positiv bemerkbar machten. Das Auto entwickelte auf der langen Gerade auf der Hinterachse einen viel zu starken Abtrieb, so dass ich stets mit Untersteuern zu kämpfen hatte. Nach ein paar Einstellungsarbeiten und viel Verkehr auf der Strecke lag trotzdem noch eine Zeit mit wenig Verlust auf den Frontrunner Edy Kamm drin, und somit ein 2. Startplatz für das Rennen. Ebenfalls musste ich während dem Quali noch einen Boxenstopp einlegen, weil ich einen Reifendefekt hatte. Für das 2. Quali nahm ich mir vor, Edy Kamms Bestzeit zu knacken. In der 3. Runde hinderte mich ein technischer Defekt an der Erreichung meines Ziels. Der Defekt war schwer zu lokalisieren, daher war ein Start in das Rennen mit diesem Auto nicht möglich.
Nach langem Hin und Her haben wir uns geeinigt in der Schweiz das Ersatzauto zu holen. Ohne diese Aktion wär die Meisterschaft sonst gelaufen.
Aufgrund des Fahrzeugwechsels musste ich in beiden Rennläufen von ganz hinten auf Platz 48 und in der stärkeren Klasse starten. Beide Rennen konnte ich dann noch auf dem 11. Gesamtrang bzw. auf 8. und 7. Position in der Klasse 15 beenden. Grosse Herausforderung war die Umstellung vom GT2 auf den GT3, ohne vorher auch nur eine Runde gefahren zu haben. Es war trotz des Fahrzeugwechseln ein gelungenes Wochenende, aber ob sich die Nacht und Nebel-Aktion auch wirklich gelohnt hat, werden wir am Ende der Saison sehen?!
Ich möchte noch einen besonderen Dank an das Team Stadler Motorsport ausrichten. JA/ba 20.6.2010
|