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In Oschersleben bei hohen Temperaturen und stahlblauem Himmel schwitzte auch ein trainierter Rennfahrer hinter dem Lenkrad seines Sportgerätes. In den Fahrzeugen herrschten Temperaturen bis fast 60 Grad Celsius. Um die Konzentration aufrecht zu erhalten musste ständig Flüssigkeit aufgenommen werden.
Bereits im ersten Zeittraining haben wir uns mit der Reifenwahl derart verschätzt, dass nur noch ein sechster Startplatz im Gesamtfeld möglich war. Beim zweiten Zeittraining war ich mit neuen harten Michelinreifen gleich zwei Sekunden schneller und kam auf den zweiten Gesamtstartplatz. Ich war mit den Zeiten und dem Setup zufrieden.
Bereits kurz nach dem Start im ersten Rennen war ich auf die fünfte Position vorgedrungen. Als sich Andreas Liehm mit seinem Porsche 997 RSR vor mir drehte, konnte ich gerade noch ausweichen und begann mit der Aufholjagd zum drittplatzierten Martin Dechent, ebenfalls im Porsche 997 Cup. Eine böse Überraschung hatten wir, als wir eine Runde später an der Stelle, wo sich Liehm drehte einen heftigen Unfall antrafen. Liehm fuhr wahrscheinlich nach seinem Dreher etwas ungeachtet auf die Strecke zurück, so dass der Porsche-Spezialist Doc Henry ihm ins Fahrzeug knallte.

Die Strecke war voller Teile und es blieb nur die Möglichkeit durchs Gras auszuweichen. Es kam zum Rennabbruch. Nach dem Restart konnte ich drei Minuten vor Schluss noch an Martin Dechent vorbei ziehen und überquerte als Gesamtzweiter die Ziellinie. Ich wünsche den beiden Herren, welche am Unfall beteiligt waren, eine gute Genesung. Beim zweiten Renne hatte ich eine gute Ausgangslage mit dem zweiten Startplatz. Ich konnte meine Position hinter Albert Kierdorf bis ins Ziel verteidigen. Mit den beiden Klassensiegen bin ich sehr zufrieden. Dieses Jahr hatte sich der Weg nach Oschersleben gelohnt. JA/ba 14.7.2010 |
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